Kerstin Ott verteidigt Playback in Schlagershows: Und sie hat recht

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In der glitzernden Welt des Schlagers ist die Diskussion um Playback gegenüber Live-Gesang eine leidenschaftliche und oft polarisierende Debatte. Kürzlich hat Kerstin Ott in einem Interview mit T-Online ihre Unterstützung für den Einsatz von Playback in TV-Schlagershows zum Ausdruck gebracht, und es gibt stichhaltige Argumente, die ihre Position stützen.

Die Kunst des Playbacks in Schlagershows

Playback in einer Performance zu verwenden, ist nicht einfach eine Frage der Bequemlichkeit; es ist eine bewusste künstlerische Entscheidung. Die Sängerin hebt hervor, dass die Notwendigkeit einzelner Soundchecks für jeden Künstler und der erhöhte technische Aufwand, sollte alles live sein, sowohl Kosten als auch Komplexität in die Höhe treiben würde.

Es geht beim Playback nicht darum, Mängel zu verbergen, sondern vielmehr darum, die Show selbst zu veredeln. Die Künstler können sich auf ihre Performance konzentrieren, auf die Interaktion mit dem Publikum, auf ihre Tanzschritte und Gesten – Elemente, die ebenso wichtig sind wie der Gesang selbst.

Kritiker und Missverständnisse

Häufig wird argumentiert, dass Playback die “Echtheit” einer Performance mindert oder gar ein Zeichen mangelnden Talents ist. Doch dies verkennt die Realitäten professioneller Musikauftritte. Nicht jeder Künstler, der Playback verwendet, tut dies aus einem Mangel an Gesangsfähigkeit. Im Gegenteil, Playback wird oft eingesetzt, um die Qualität einer Darbietung zu gewährleisten, gerade weil die Umgebung und Bedingungen eines TV-Studios von denen eines Konzerts abweichen.

Die Rolle der Technologie

Wir leben im 21. Jahrhundert, und die Technologie hat die Art und Weise, wie Musik kreiert und aufgeführt wird, revolutioniert. Playback ist ein Werkzeug, das es Künstlern ermöglicht, ihr Bestes zu geben, und zugleich eine ebene Spielwiese schafft, die technische Einflüsse wie Akustik und Mikrofonierung eliminiert. Warum also sollte man auf einen solchen Vorteil verzichten?

Authentizität versus Unterhaltung

Der Kern der Unterhaltungsbranche ist es, dem Publikum Freude zu bereiten und eine Flucht aus dem Alltag zu bieten. Die Authentizität ist wichtig, aber sie muss nicht zwingend durch Live-Gesang definiert werden. Das Publikum erwartet Unterhaltung – und wenn dies durch eine Mischung aus Live-Performance und Playback besser erreicht werden kann, wieso sollte man es dann nicht nutzen?

Kerstin Ott hat einen wesentlichen Punkt angesprochen: Eine Schlagershow ist mehr als nur Gesang. Sie ist ein Gesamtkunstwerk, das Gesang, Tanz, visuelle Effekte und die Energie des Publikums vereint. Es ist an der Zeit, dass wir Playback nicht länger als Täuschung oder als Mangel an Talent betrachten, sondern als legitimes Instrument, das Künstlern hilft, eine außergewöhnliche Show zu präsentieren.

Quelle: T-Online.de

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