Andreas Gabalier musste sich in den letzten Wochen viel Kritik gefallen lassen. Nach seinem Auftritt bei RTL (wir berichteten) und anschließend im ORF beschwerten sich viele Zuschauer, dass Andreas Gabalier schrecklich gesungen hätte. Jetzt schießt der Volksrock’n‘ Roller mit einem Zeitungsinterview und Instagram Post zurück. Er fordert Respekt und mahnt, dass die Geschmäcker verschieden seien.

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Was was passiert?

Andreas Gabalier war Anfang des Monats in einer RTL Show  „König der Kindsköpfe“  zu sehen. Da sang er das Weihnachtslied  „Driving Home for Christmas“.  Allerdings für die Ohren vieler Zuschauer so schief, dass es danach in den sozialen Netzwerken regelrecht Kritik hagelte. Der Ton der Kritik bezog sich zum einen auf den fragwürdigen politischen Hintergrund mit dem man Andreas Gabalier von Zeit in Zusammenhang bringt. Zum anderen ganz konkret auch auf die vielen schiefen Töne des Österreichers bei seinen Darbietungen. Als es auch bei einer zweiten Sendung („A Volks-Rock’n’Roll-Christmas“) im ORF auftrat, hagelte es erneute Kritik und auch einen argen Verriss in der Österreichischen Zeitung „Kurier“. Danach sah Andreas Gabalier wohl keinen Ausweg mehr. Er wehrt sich nun in der Kronen-Zeitung gegen die Anfeindungen.

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Hassartikel gegen Andreas Gabalier

Die Verriss in der Zeitung sei ein reiner Hassartikel gegen ihn und hätte mit objektiver Berichterstattung nichts zu tun, verrät er der Kronenzeitung  „Kritik ist ja ok, aber was da der Herr Guido Tartarotti zum Beispiel im „Kurier“ geschrieben hat, das hat mit Kritik nichts mehr zu tun. Das ist ein reiner Hassartikel. So etwas hat in einer renommierten Tageszeitung wie dem „Kurier“ nichts verloren. Das ist auch nicht mehr witzig. Warum muss ich Leute gegenseitig so aufhussen und aus Tausenden positiven Postings die acht negativen heraussuchen und daraus dann Schlagzeilen machen und daraus ein gespaltenes Netz zu kommunizieren in Zeitungen? Das finde ich bedenklich und einfach nur traurig, dass man versucht Gesellschaftsschichten zu spalten. Eine Schande für den „Kurier“. So lassen sich Leute nicht einmal im Wirtshaus aus, wenn ihnen etwas nicht gefällt. Es geht um den Grundrespekt voreinander, der mit diesem Hassartikel hier völlig verloren geht. Das hat auch mit Satire gar nichts zu tun, das lass ich nicht gelten, ärgste und tiefste Beleidigung auf unterstem Niveau.“

Was ist dran an der Kritik gegen die Zeitung?

Musik ist natürlich Geschmackssache und auch ein polarisierender Künstler wie Andreas Gabalier ist nicht jedermanns Sache. Aber handelte es sich wirklich um einen Hassartikel im Kurier? In dem Artikel heißt es:

Gabalier singt übrigens nicht, sondern raunzt, schluchzt und haucht um die Töne herum wie ein neugieriges Kind ums Weihnachtspackerl. Es hört sich weniger nach Musik an als nach einem Fall für die HNO-Ambulanz. Sechs Backgroundsängerinnen schwanken dazu im Takt und schauen drein, als hätten sie Verstopfung. Die ganze Unternehmung überschreitet ständig illegal die Grenzen zur Selbstparodie, und zwar von beiden Seiten.

Und das abschließende Fazit:

Eine sehr faire Show. Alle, die sich jede Weihnachten Sorgen machen, dass sie nicht gut genug singen können, sind jetzt beruhigt.

Durchaus grenzwertig, wenn auch nicht wirklich beleidigend, finden wir. Viele Politiker und Promis müssen sich durchaus schlimmeres anhören. Es ist natürlich Andreas Gabaliers recht sich dagegen zu wehren. Absolut legitim. Doch eine gewisse Dünnhäutigkeit müssen wir Andreas Gabalier schon unterstellen, wenn er nach durchaus berechtigter, wenn auch zugespitzter Kritik, nun gegen den Kurier schießt.

Besonders weil er im Interview betont, dass sein „Hirschleder“ dick genug sei. Ihn so etwas also gar nicht störe. Das steht im Widerspruch zu der ganzen „Beschwerde“, die er dann auch noch mal auf Instagram geposted hat. Eine musikalische Antwort hätte uns besser gefallen. Wenn Andreas Gabalier in seinem Instagram-Post zu Miteinander und Respekt statt Hass und Missgust aufruft, haben wir im Kontext diverser Aussagen von Andreas Gabalier irgendwie das Gefühl in einer falschen Welt zu sein. Aber, bevor wir hier Missgunst und Hass sähen – belassen wir es dabei.