Enna Le: Berlin-Pop – authentisch und unverwechselbar

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Gibt es überhaupt noch echte Berliner, oder ist die Stadt gänzlich von Zugezogenen und Durchreisenden besetzt? Zumindest eine richtige Berlinerin gibt es noch: Enna Le. Aufgewachsen hauptsächlich in Ostberlin, in den Stadtteilen Friedrichshagen und Köpenick, machte sie schon früh dort und in Pankow sowie Weißensee Musik. In der Musikschule Karlshorst nahm sie Gesangunterricht und mit 12 Jahren gründete Enna Le ihre erste Schülerband. Jetzt ist es Zeit für ein Album, findet ihr nicht?

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120 Mark für West-Musik

Enna Le ist in Ostberlin aufgewachsen. Dennoch hat sie schnell deutschsprachige Künstler aus dem “Westen” für sich entdeckt.
In den Ferien arbeitete sie in einer Restaurantküche und verdiente – Kartoffeln schälend – ihr erstes Geld: satte 120 Mark. „Die Kohle habe ich gleich wieder ausgegeben für eine Platte von Nena aus dem Westen!“ Natürlich hat sie dies früher niemandem erzählt. Ihre Oma sah schon damals, dass es nicht beim Musik hören bleiben sollte:
” Kleinerchen, Du bist das Lametta der Familie… Du musst etwas daraus machen!‘”, empfahl sie. Das tat Enna Le, und ist seither als Singer/Songwriterin unterwegs – auch für andere, jedoch in erster Linie schreibt Enna Le für ihr eigenes Projekt, für das sie gerne mit erfahrenen Produzenten zusammenarbeitet, wie etwa mit José Alvarez-Brill (produzierte u.a. für Joachim Witt) oder Ingo Politz (produzierte u.a. für Silbermond).

Eine Berlinerin durch und durch

„Gefühlt habe ich in Berlin schon fast überall gewohnt“, sagt Enna, „außer in den “Satelliten Vierteln” wie Marzahn, Hohenschönhausen oder Gropiusstadt. Besonders mag ich die historischen Straßen und Plätze – die Museumsinsel, den Hackeschen Markt, Unter den Linden – aber auch den Potsdamer Platz, etliche tolle Hochbauten… und die Kanäle, die Ost und West miteinander verbinden. Den Ku‘damm mit seinen lebensfrohen Plätzen, Charlottenburg, Wilmersdorf und Schöneberg, aber auch die inspirierenden Künstler- und Szeneviertel wie Neukölln: Hier bin ich mit meiner Musik zu Hause – im Multikulti-Stadtteil, das gerade einen gewaltigen Aufschwung erlebt!“

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Großstadtkind erscheint am 23.08.

Wer so viel in Berlin rumgekommen ist kann sich zu Recht Großstadtkind nennen: Folgerichtig nennt sie auch ihr erstes Album so: „Großstadtkind“ In einem eigenen Tonstudio, dass sie sich selbst eingerichtet hat, entstehen ihre Songs. Gerne allein, aber auch mit anderen Musikern gemeinsam. Trotz Gesangsausbildung, erlerntem Akkordeon- und Bassgitarren-Spiel und großem Songwriting-Talent, ist sich Enna Le bewusst, dass nur wenige Acts heutzutage den „großen Durchbruch“ schaffen. Enna macht deshalb aber keine Kompromisse. Sie geht ihren Weg in der Gewissheit, in der Spur ihres Lebens zu sein und zu bleiben. Ganz wie in ihrem Lied „Zeitenwende“:
„Und ich fahre meilenlang – die Sehnsucht ist mein Ziel. Folge Licht, und komme an – ich brauche nicht mehr viel, und ich seh auf meinem Weg – die Meilensteine zählen. Weisen mich ins Sonnenland – Ich weiß, ich komme an“.
Enna Le sagt völlig ohne Ironie: „Ich verpulvere meine Kohle in der Musik. Ich kenne niemanden, der das so macht – und eine Garantie gibt es dennoch nicht… Ich glaube, daher gehen viele Künstler eher “auf Nummer sicher” und sparen lieber das Geld. Ich hingegen arbeite ca. 2-3 Wochen im Monat – und gebe es in den restlichen 1-2 Wochen für die Musik wieder aus… und so geht es Stück für Stück weiter mit mir!“.

Facettenreicher Synthie Pop

Die Musik von Enna Le ist eingängig wie markant und hat trotz der klaren, radiotauglichen Richtung „Synthie Pop“ viele Facetten, in die man eintauchen kann. So, wie in ihr geliebtes Berlin. Ennas Song „Berlin-Berlin“ kündigt es perfekt an: „Skyline der Nacht – abendländisch / Großstadt erwacht – Sonnenrot / Weltrendezvous – Bienvenue.“ Wir dürfen uns also wirklich auf ein interessantes Album freuen.

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