Die neue Vanessa Mai ist endlich nicht mehr Nummer zwei

Der neue Erfolg der Vanessa Mai

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Um Vanessa Mai war es lange Zeit still. Die ersten Meldungen sprachen sogar schon von einem Karriereende der ehemalig als Helene Fischer Nachfolgerin gehandelten Sängerin. Doch urplötzlich hat es die Mai geschafft ein fulminantes Comeback zu feiern und ist gefragt wie noch nie. Ein gut geplanter Imagewandel und starkes Marketing mit zahlreichen TV-Auftritten verhelfen Vanessa Mai zu einem ganz neuen Hype. Vanessa Mai ist endlich nicht mehr Nummer 2 in Deutschland. Wir erklären wieso.

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Fast wäre die Mai an Helene Fischer zerbrochen

Von den Medien wurde Vanessa Mai lange Zeit als Nachfolgerin von Helene Fischer gehandelt. Die junge Schlagersängerin feierte mit der Band Wolkenfrei Anfang des Jahrzehnts tolle Erfolge und auch Solo brachte die Mai moderne Schlageralben auf den Markt. Alben, wie das Evergreen „Schlager“ schafften etwas, dass auch Helene Fischer mühelos gelang. Sie brachten einen modernen Schlager in unsere Wohnzimmer, der den alten oftmals als muffig empfundenen Schlager früherer Tage vergessen ließ. Junge Leute hörten plötzlich Schlager und das nicht nur auf irgendwelchen Dorffesten, sondern auch in urbaneren Gefilden. Schlager war endlich wieder „in“ und das hatten wir Helene Fischer aber auch Vanessa Mai zu verdanken.

Konkurrenzkampf und Burnout

Viele Medien sahen diese Parallelen zu Helene Fischer (36) natürlich auch und schnell wurde Vanessa Mai (28) als ihre Nachfolgerin gehandelt. Natürlich ein wenig abstrus, da beide vom Alter her nicht all zuweit voneinander entfernt sind, aber die Vergleiche bieten sich halt an. Es muss im Schlager wohl immer einen Besten geben – so funktioniert das Geschäft. Zum Ausdruck kam das in zahlreichen Meldungen die Vanessa Mais Erfolg mit denen der Helene Fischer verglichen. Wer hat mehr verkauft? Wer macht bessere Shows? Wer hat mehr Fans? Der Druck der Branche führte dazu, dass Vanessa Mai 2019 eine schwere Zeit durchmachte und fast an dem Druck zerbrochen wäre. Ende 2019 kommentierte sie „Es gab eine Zeit in diesem Jahr, da ging es mir wirklich nicht gut. Ich hatte zwar Erfolge, war aber trotzdem unglücklich“ und weiter „Ich fing an, mich mit anderen Sängerinnen zu vergleichen und dachte, dass alle besser waren als ich. Darüber wurde ich unzufrieden mit allem“. Auch wenn sie selbst nicht von Burn-Out sprach, zumindest klingt es danach. Vanessa Mai wollte damals wohl einfach Musik machen und ihren Erfolg genießen. Man zwang sie aber, so liest sich das, in einer ewigen Konkurrenzkampf mit der Branche und wollte mehr und mehr Kapital aus ihr schlagen. Sie muss die Beste sein und alles dafür tun – Ohne Rücksicht auf Verluste.

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Vanessa Mai musste zu sich selbst finden


Vanessa Mai musste sich von diesem Gespenst lösen und zusammen mit ihrem Mann und Manager Andreas Ferber eigene Wege finden. Dafür war es wohl nötig sich von schlechten Menschen zu trennen. Vielleicht ist es gar nicht so schlau mit aller Macht die Schlagerschiene zu fahren, so könnte eine Überlegung nach dem Bruch gewesen sein. Die Richtung Schlager war zwar durch das erfolgreiche Album „Schlager“ ein wenig zementiert, aber diesen Kurs kann man ja korrigieren. Deutsche Musik boomt und andere Genres bieten mehr Möglichkeiten zur Selbstentfaltung, da dort keine Helene Fischer auf dem Thron sitzt. Vielleicht ist es besser Vanessa Mai im Pop zu platzieren als im Schlage? Ein Genre das zum einen eine noch größte Zielgruppe hat als der Schlager, und zum anderen die schwere Last von den Schultern der jungen Sängerin nimmt.

Ein bunter Cocktail

Das neue Album Mai Tai, das 2021 kommt ist dahingehend der erste Schritt. Sie wird dort nicht komplett dem Schlager absagen, wird aber viel mehr auf urbane Popsongs mit Featuregästen aus dem (zum Beispiel) Hip Hop setzen. Etwas das sie mit der Singleauskopplung „Mitternacht“ bravourös gemacht hat. Man könnte fast sagen: Genug Schlager um alte Fans nicht zu verschrecken aber auch genug „Pop“ um neue Fans zu gewinnen. Oder in Vanessa Mais Worten: „Das Album wird ein bunter Cocktail sein“.

Gepaart mit Auftritten in Primetime Shows wie „Verstehen Sie Spaß?!“ und der Etablierung einer eigenen Show „On Mai Way“ hat ihr Management großes Geschick bewiesen. Vanessa Mai kann ihren Imagewandel authentisch erklären ohne ihn überhaupt thematisieren zu müssen. Sie zeigt sich mit Größen des Schlagers genau so wie mit Popmusikern und Rappern und wirkt dabei so, als hätte sie es nie anders gemacht. Diese erfrischende Art und Weise befeuert einen ganz neuen Hype um Vanessa Mai. Einen Hype, den sie seit Jahren nicht mehr hatte und der aus einem vermeintlich sinkenden Stern eine steil aufsteigende Rakete gemacht hat.

Endlich nicht mehr Nummer 2

Nun stehen der jungen Sängerin alle Wege offen und sie kann vollständig frei angesagte Musik machen. Das Korsett Schlager behindert sie nicht mehr, ihre Zielgruppe hat sich verzehnfacht. Sängerinnen wie Lena Mayer-Landrut haben vorgemacht was in deutscher Musik möglich ist. Vanessa Mai positioniert sich nun selbstbewusst neben angesagten deutschen Popgrößen wie Lena oder Shirin David, statt als Deutschlands Nummer 2 unter der Schlagerqueen Helene Fischer.

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