Das Pfeifkonzert von Helene Fischer beim DFB-Pokalendspiel sorgt für mächtig Gesprächsstoff. Gerade die Fans der Schlagerkönigin fühlen sich teilweise persönlich angegriffen durch die Unmutsbekundungen der Fans im Berliner Olympiastadion. Das ist wohl ein natürlicher Reflex. Trotzdem lohnt es sich mal die ganz Angelegenheit nüchtern zu analysieren. Es ging nämlich mitnichten um die Person Helene Fischer. Der Mehrheit der Fußballfans ging es um was ganz anderes.

Die Fans im Stadion wollen keine Halbzeitshows – Punkt!

Da kamen mal zwei so richtig schlagzeilenträchtige Sachen zusammen. Der Superstars der Deutschen singt bei einem wichtigen Spiel des Lieblingssports des Landes. Eigentlich klingt das ganze nach einer perfekten Kombination und sa dachte sich das wohl auch der DFB. Nur die Fans im Stadion machten den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung. Mit lauten Unmutsbekundungen reagierten sie auf das Hitmedley von Helene Fischer. Das Pfeifkonzert war so laut, dass die Macher reagierteb und den Ton aus dem Stadion herunterregelten. Die Reaktionen in den Medien und bei den Schlagerfans war erwartbar. Es ging nach dem Tenor – Fußballfans gegen Helene Fischer!

Dabei ging es der Mehrheit der Fans gar nicht um Helene Fischer. Die Rollings Stones und Elvis Presley persönlich (Gott hab ihn seelig) hätten bei der Halbzeitshow des DFB-Pokals auf der Bühne stehen können – das Pfeifkonzert wäre nicht leiser ausgefallen. Wir können uns gut vorstellen, dass viele der „Pfeifer“ bei der bald anstehenden Tournee der Schlagerkönigin begeistert in der ersten Reihe stehen. Die Anhänger haben kein Problem mit Helene Fischer. Sie haben ein Problem mit diesen Shows. Der Sport soll im Mittelpunkt stehen. Mann kann gerne darüber streiten, aber die Fußballfans sind hierzulande halt nicht zu haben für Sporthshows à la Superbowl in den USA. Übrigens haben die Unmutsbekundungen auch NULL damit zu tun, dass Helene Fischer anscheinend der Borussia zugeneigt ist. Dortmund und Frankfurt Fans fanden diesen Auftritt gleichermaßen deplaziert.

Pfeifkonzert ist Fußball-Alltag!

Dass das Pfeifkonzert als unfaire Reaktion der Fans gewertet wird, finden wir auch ein wenig übertrieben. Helene Fischer tritt in der Halbzeit einer Fußballspiels vor 70.000 Fans auf. Die reagieren halt wie Fans immer reagieren, wenn ihnen was nicht gefällt. Das erleben wir in den Ligen der Republik jeden Tag und in jedem Spiel. Verwundern kann diese Unmutsbekundung also nicht.

Um es klar zu sagen: Uns wäre auch lieber gewesen, wenn Helene Fischer einfach in Ruhe ihre Lieder gesungen hätte und die kritischen Fans sie einfach mit Missachtung strafen.

Aber so funktioniert dieser Sport einfach nicht. Die Kommerzialisierung des Fußballs schreitet voran. Vielleicht sieht die Sache in 10 Jahren ganz anders aus. Aber bis dahin sollte der DFB auf solche Showeinlagen einfach verzichten.

1 KOMMENTAR

  1. Es ging doch wohl mehr um eine Wette der Kneipenwirte im Umfeld. Wenn ihr es schafft ,Helene Fischer mit Pfeifkonzert zu übertreffen, dann gibt es Freibier. Helene hat es ja auch für die Pfeifer von den Kneipenwirte eingefordert. Auch das sehe ich als Erfolg für die Pfeifer. Helene hat ja das Freibier dafür auch eingefordert. Wer jetzt der Gelackmeierte ist, ist doch wohl klar. Helene grinst sich einen und die Kneipenwirte haben eine Nullnummer bei den Umsätzen an dem Abend. Auch das ist im Sinne von Helene absolut gut gelaufen. Eine neue Form erfolgreicher Promotion????

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